Beruflicher Werdegang

Meine Werdegang ist ziemlich unstet – aber ich vermute, das geht vielen Müttern so…

Ausbildung

Ich habe direkt nach dem Abi angefangen zu studieren. Am Ende hatte ich ein Zeugnis, das mir bescheinigte, eine “Meisterin der Künste” (Magistra Artium) zu sein – inklusive dem großen Latinum. Die Künste sind in meinem Fall übrigens rein sprachlicher Natur. Neben der Romanistik (Französisch und Spanisch) lernte ich, wie ich meine Muttersprache Deutsch so unterrichte, dass Nicht-Muttersprachler sie möglichst schnell möglichst gut beherrschen (= Deutsch als Fremdsprache = DaF). Über diese Fähigkeit hat sich schon so mancher Deutsch-Muttersprachler aus meinem Bekanntenkreis gefreut.

Beruflicher Start

Nach meinem Studium machte ich mich selbständig als DaF-Lehrerin. Lasst euch sagen: Das ist einen brotlose Kunst. Es gibt kaum Geld, man hat keinerlei soziale Absicherung und eine Lobby sowieso nicht. Der Begriff ist nicht geschützt und jeder, der ein Buch halten kann, darf das unterrichten… Das macht die Preise kaputt. Zum Glück unterrichtete ich an Schulen, an denen meine Ausbildung wichtig war: der Audi Akademie, der FH Ingolstadt und der Katholischen Uni Eichstätt. Nach der Ankunft meiner Tochter und dem Umzug nach Freiburg musste ich aus finanziellen Gründen meine Berufung aufgeben.

Karriere mit Kind

Zum Glück bin ich flexibel und freue mich immer über neue Herausforderungen, an denen ich wachsen darf. So stieg ich nach der Elternzeit bei einem mittelständischen Eventdienstleister als Teamassistentin ein. Anschließend übernahm ich dort die neu geschaffene Stelle der Marketingverantwortlichen aus der wiederum dann die Marketingleitung wurde. Diese Tätigkeit übte ich fünf Jahre lang aus.

So war das. Und dann?

Was rastet, der rostet

Da ich schon während meiner Tätigkeit als DaF-Lehrerin Webseiten erstellte, kamen im Laufe der Zeit einige Bekannte auf mich zu, mit der Bitte, ihnen bei ihrem Webauftritt zu helfen. Auch der eine oder andere Verein freute sich über ehrenamtliche Hilfe beim Webdesign. So lag es nahe, mich in diesem Bereich selbständig zu machen.

Als das Thema Datenschutzgrundverordnung (DSVGO) immer präsenter wurde, packte mich die Neugierde und der Ehrgeiz und ich beschloss, mich in diesem Thema fortzubilden. Mit Erfolg.

Leidenschaft Datenschutz

Die Datenschutzgrundverordnung mag viele Menschen zunächst belasten, aber ich bin ein Fan. Sie schafft Bewusstsein, dafür, was mit meinen personenbezogenen Daten passiert. So informiert wie heute waren die Bürger über ihre eigenen Daten noch nie.

Datenschutz verbindet technisches Verständnis, Verständnis für Prozesse, juristisches Verständnis und gesunden Menschenverstand.

Die Ausbildung zur Datenschutzbeauftragten verhalf mir zur neugeschaffenen Stelle der “Koordinatorin für Datenschutz” am hiesigen Klinikum. Dort arbeite ich seit Juni 2018.